Suche
  • Lin Gardener

Fototour - Lost Place - Beelitz Heilstätten

Aktualisiert: Mai 21

Zur Vorgeschichte: Da wir das Thema Lost Places immer wieder in unsere Überlegungen einbeziehen, recherchierte ich also, was es im Umland gibt, und kam somit auf die Heilstätten. Leider damit auch auf die Information, dass diese demnächst saniert werden sollen, und das leider auch früher als uns lieb war. Geschildert wurde nun auch, dass das ganze Gelände schon umzäunt und die Gebäude verschlossen wurden. So entschieden wir uns über Go2Know eine der angebotenen Touren zu buchen. Diese haben vielleicht nicht den Nervenkitzel von anderen Lost Place Besuchen, machen deswegen aber nicht weniger Spaß :)

Zum eigentlichen Tag: Der Plan war, früh aufstehen, früh losfahren, entspannt frühstücken, Fototour, entspannt Abendessen (die Tour dauert halt sieben Stunden), zurückfahren.

Gekommen ist es nun etwas anders. Aus unserem Plan früh aufzustehen wurde nun ein, bleiben wir mal noch zwei Stunden liegen und ignorieren unseren Wecker. Was natürlich zur Folge hatte, dass wir sowieso schon später loskamen. Was nun der ein oder andere vielleicht kennt: zu wenig Zeit = zu wenig Kaffe = zu wenig Gehirnaktivität!! Ich also das Navi eingestellt und nicht darauf geachtet, dass von der letzten Tour noch alle Mautstraßen, sowie Autobahnen und Fähren ausgestellt waren. Nun wundert man sich auch nicht direkt, sondern erst in dem Moment, wo man schon minimum eine halbe Stunde unterwegs ist und langsam wach wird. Das Ergebnis war natürlich, dass wir ewig unterwegs waren und viel zu spät im Café ankamen. Was nun noch erschwerend hinzukam die Tatsache, dass ich mir wohl die Startzeit falsch eingeprägt hatte. Wir also wieder los, hungrig und schon leicht gereizt.

Wir kamen auf die Minute am Startpunkt an, wo schon alles auf uns wartete.

Die Tour: Wir wurden noch mal begrüßt und mit Bändchen ausgestattet. Wir erinnern uns, dass alle Unbefugten direkt vom Gelände vertrieben werden. (Dies war, wie wir beobachten durften, auch der Fall) das Gelände und der Ablauf wurden kurz erklärt und dann ging es auch schon los. Wie sich rausstellen sollte, war die fehlende Nahrungsaufnahme gar kein Problem mehr, da

Treppe in den Beelitzer Heilstätten

wir einfach von den unendlichen Möglichkeiten etwas zu fotografieren erschlagen wurden und damit völlig abgelenkt waren. Gleich zu Beginn waren wir wieder bei meinem üblichem Problem. Prüfe vorher deine Ausrüstung richtig!! Nachdem Foto-Jut-Is mir seine Grundplatte gegeben hat, die er glücklicherweise noch in Reserve hatte, ging es also in die erste Halle.

Das Lagerhaus: Zeigte direkt, wie schwierig die Lichtverhältnisse sein werden. Ständig wechselnd und meist viel zu dunkel. Ohne Stativ eine quasi unlösbare Aufgabe. So stiefelte ich also, schon jetzt allein, was uns im Laufe des Tages noch öfter passieren sollte, durch die Halle. Foto vom Eingang aus, Foto von ganz hinten, nach oben und unten. Wieder draußen angekommen trafen wir wieder aufeinander. Nach kurzer Rücksprache lief ich nun ins nächste Haus, aus dem er eben kam, und andersrum.

Die Bäckerei: mit den riesigen Öfen ein tolles Motiv! Der Lichteinfall um diese Zeit in dieser Kulisse war ein Traum. Aber mein Highlight, auch wenn es wahrscheinlich tausend Mal existiert, war die Puppe auf einem vermodernden Stuhl, welcher im Erker des Gebäudes drapiert wurde.

Wieder draußen beschlossen wir eine kleine Pause zu machen und mal gegen zu prüfen, was der andere so bereits entdeckt hat. 2 Min später sah man Foto-Jut-Is wieder losziehen und noch ein Motiv einfangen.


Korridor in den Beelitzer Heilstätten

Der Pavillon: Sollte das letzte Gebäude für mich sein. Schon sichtlich fertig und langsam auch nicht mehr recht motiviert ging es also

noch mal in den großen Saal. Dieser war Tatsache einfach schön. Ein riesiger Luftraum, der sich nach oben erstreckte.

Der Verwaltungsbau: War wieder sehr besonders. Lange Gänge, tolle Lichtreflexe. Es ist schwer diese Stimmung auf nur einem einzigen Bild festzuhalten. Ich lichtete also noch die Treppen ab, welche ich im Gebäude fand. Machte noch ein obligatorisches Bild "DES STUHLS" , weil man dieses wohl haben muss, wenn man schon dort ist, und ließ danach verkünden,

dass ich nun zu denen gehörte die sich an der Base ausruhen.

Schlafzimmer mit alter Matratze

Zumindest einer von uns freute sich ziemlich darüber. Foto-Jut-Is lud also sein komplettes Inventar bei mir ab und ging ins letzte Gebäude, das Badehaus. Wahrscheinlich gibt es auch dort wieder unendlich viele Motive die einen begeistern, aber ich war fertig nach über fünf Stunden Dauerfotografieren.Das letzte Kapitel des Tages stellte also unsere Rückreise dar. Wir verabschiedeten uns freundlichst, watschelten zum Auto zurück und peilten das nächste Restaurant an, um endlich etwas zu essen. Fakt ist, in dem Moment, wo man nicht mehr unterwegs ist, merkt man erst mal wo einem der Magen hängt. Es wurde natürlich, wie soll es in Beelitz der Spargelhochburg anders sein, ein Spargelrestaurant. Das Essen war top. Eine kleine Empfehlung auch hier hingehend von uns. Das Gasthaus zur alten Brauerei hat diesen Tag für uns würdig beendet.

© 2020 LinGardener